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Donnerstag, 09.09.2010
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Großartiger Erfolg: Mittenwald ist Sieger...

... im Wettbewerb "Nachhaltiges und innovatives Tourismusprojekt 2008 der Alpenkonvention". Die Preisverleihung für das Natur-Informationszentrum auf dem Karwendel erfolgte im Rahmen der Alpenkonferenz in Evian les Bains am Genfer See durch den Französischen Minister für Ökologie, Energie, nachhaltige Entwicklung und Raumplanung (MEEDDAT) im März 2009.

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Gruppenbild mit den sechs internationalen Preisträgern. Bürgermeister Adolf Hornsteiner aus Mittenwald (3.v.l.) beim Festakt anläßlich der Preisverleihung im Royal Palace Hotel von Evian. Ganz Links die beiden Staatssekre­täre Hubert Falco (Frankreich) und Michael Müller (Deutschland). Vor rund 200 geladenen Gästen aus den 8 Mitgliedsstaaten durfte Hornsteiner die erstmals verliehene Auszeichnung unter viel Applaus entgegen nehmen.


Bürgermeister Adolf Hornsteiner berichtete, grund­sätzlich hätten seine Ge­sprächspartner in Evian der „Karwendel-Röhre" sehr auf­geschlossen gegenüber ge­standen und die Besonderheit dieses weltweit einzigartigen Konstrukts hervorgehoben. Dickes Lob für die „Bergwelt Karwendel" folgte auch vom bayerischen Um­weltminister Markus Söder (CSU). Er hob den interna­tionalen Vorbildcharakter des gemeinsam mit Mitten­wald entwickelten und reali­sierten Bauwerks hervor. „Deutschlands höchste Um­weltbildungseinrichtung sen­sibilisiert die Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur." Zu­gleich bereichere sie das tou­ristische Angebot der Region, indem sie vermehrt Schul­klassen und Familien anzieht.


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Der Wettbewerb und seine Ziele:

Im Rahmen des französischen Vorsitzes der Alpenkonvention organisierte das Französische Ministerium MEEDDAT den Wettbewerb für nachhaltige und innovative Tourismusprojekte in den Alpen. Ziel des französischen Vorsitzes ist es, durch Beispiele dazu beizutragen, den Alpenbogen zu einem Gebiet mit Vorbildfunktion für nachhaltigen Tourisnms zu machen.

Die unterschiedlichen Formen des Tourismus, die einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Bergregionen leisten, stehen heute vor Herausforderungen, die die Grundlagen dieses Tourismus selbst in Frage stellen können: mangelnde Ressourcen, Naturgefahren, Klimawandel, Überlastung der Zufahrtsstraßen, Zerstörung der Landschaften, Nachfrage der Verbraucher, wirtschaftliche und soziale Zwänge verschiedener Art.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, muss unter anderem ein neues Gleichgewicht zwischen Sommer und Winter gefunden werden, damit der Besucherandrang zeitlich und räumlich besser verteilt werden kann und vielfältige Tätigkeiten der ansässigen Bevölkerung in den Alpen gefördert werden können. Neue Formen und Produkte des Tourismus müssen unterstützt werden: Tradition, Kultur, Know-how etc und dem Bezug junger Menschen zu den Bergen muss erheblich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.


Insbesondere soll erreicht werden:

• einen Beitrag zur Erhebung von Daten über nachhaltigen Tourismus in den Alpen zu leisten

• Lehren aus guten Beispielen und vorbildlichen Einrichtungen für die „nachhaltige Gestaltung" des Tourismus-Angebots in den Alpen zu ziehen: die in diesem Rahmen auszuwählenden Vorschläge werden den Beitrag des französischen Vorsitzes bei der Übergabe an den slowenischen Vorsitz im März 2009 darstellen.

• durch den Wettbewerb auf die dynamischsten, innovativsten und provokativsten Ansätze im Bereich nachhaltiger Tourismus im Alpenraum aufmerksam zu machen, um so das Interesse an und den Bekanntheitsgrad der Alpenkonvention zu erhöhen, insbesondere bei den europäischen (EU) und internationalen Instanzen (Umweltprogramm der Vereinten Nationen - UNEP, Welttourismusorganisation).

• einen Beitrag zur Erhöhung des Interesses an einem makroterritorialen Ansatz (die Alpen als Ganzes) zu leisten, um bestimmten Herausforderungen im Bereich Tonrismus wirksamer zu begegnen.


Die Nutznießer des Wettbewerbs:

Der Wettbewerb wurde in den acht Unterzeichnerstaaten der Alpenkonvention ausgeschrieben: Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, LiechtenStein, Monaco, Slowenien und Schweiz: Zur Teilnahme berechtigt waren öffentliche oder private Unternehmen, Gebietskörperschaften und Vereine, die in diesen Ländern ihren Sitz haben oder dort eine den Alpenbogen betreffende Einrichtung geschaffen haben.


Die Jury:

Die Jury bestand aus zehn Mitgliedern: einem Vertreter jedes Unterzeichnerstaats, einem Vertreter des Referats Tourismus der DG ENTR der Europäischen Kommission und dem Generalseleretär der Alpenkonverition. Den Vorsitz führte Frankreich. Die Jury - unter ihr der Garmisch-Partenkirchner Tourismus-Professor Thomas Bausch - trat Anfang Februar 2009 in der Außenstelle des Ständigen Sekretariats in Bozen zusammen und entschied unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Gremium hatte 29 Projekte zu bewerten. Sechs erhielten schließ­lich einen Preis, darunter ne­ben Mittenwald auch die Re­gion Südkärnten, wo man im Fremdenverkehr auf Elektro­-Fahrräder setzt.


Die beiden Staatssekre­täre Hubert Falco
(li. Frankreich) und Michael Müller (Deutschland) überreichen die Auszeichnung an Bürgermeister Hornsteiner.
Bürgermeister Adolf Hornsteiner präsentiert den internationalen Gästen seine Heimat, den Karwendel (ganz rechts im Bild).
Tipp: Klicken Sie in die Bilder.


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